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Tagesausfluege Print E-mail
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Sie sind hier in Auer, im *** Hotel Markushof zu Gast, wir hoffen, dass es Ihnen bei uns gefällt und wir sind bestrebt, Ihnen den Urlaub so angenehm wie möglich zu gestalten. Insbesondere verstehen wir darunter die Bereitstellung von Informationsmaterial, denn sicher möchten Sie Ihre Ferientage auch dazu nutzen, um Land und Leute kennen zu lernen.

Falls Sie des Landes unkundig sind, bieten wir Ihnen mit vorliegendem Heft einen Wegweiser und Ratgeber für Fahrten und Ausflüge in die nahe oder auch weitere Umgebung.

Für Sie haben wir eine Reihe von Halb- und Ganztagesfahrten kreuz und quer durch unser Land und auch außerhalb desselben ausgewählt und nach Gebieten geordnet.

Die Höhenangaben vermitteln Ihnen eine ungefähre Vorstellung der Berg- und Talfahrten und aus den Kilometerangaben ersehen Sie jeweils die Länge der Route und können so Rückschlüsse auf die zeitliche Dauer der Fahrt ziehen. Es werden hier nur Routen vorgestellt, die gute, dem heutigen Verkehr angepasste Straßen aufweisen. Da überall Einkehrhäuser vorhanden sind, so wurde hier nur selten auf solche hingewiesen.

Dass Ihnen dieser Band eine kleine Hilfe sei, dass Sie auf Ihren Fahrten durch unsere sonnige und liebenswerte Landschaft viel Freude und Spaß erleben und auch mit unseren Kunstschätzen vertraut werden, das wünscht Ihnen Ihre

Fam. Graiff

Verzeichnis der Fahrten

01) Weißenstein und Deutschnofen

 01) Weißenstein und Deutschnofen
02) Mendelpaß - Penegal
03) Fahrt über die Weinstraße
04) Bozen - die Landeshauptstadt
05) Auf die Hochfläche des Ritten
06) Brixen und Kloster Neustift
07) Sarntal und Penserjoch
08) Lana - Gampenpaß - Mendel
09) Von Lana in das Ultental
10) Die Kurstadt Meran
11) Dorf und Schloß Tirol
12) Schenna bei Meran
13) Lana bei Meran
14) Passeier - Jaufenpaß - Sterzing
15) In das Schnalstal
16) In das Martelltal
17) Auf das Stilfserjoch
18) Glurns und das Münstertal
19) Das Hochland von Lavaze`und Jochgrimm
20) Rundfahrt Tiers - Niger - Karerpaß - Fleimstal
21) Kleine Karersee-Rundfahrt
22) Rundfahrt Gröden -Sellajoch - Fleimstal
23) Seiser Alm -Gröden -Sellajoch
24) Karersee - Sellajoch - Gröden
25) Mittlere Dolomitenfahrt
26) Über den Falzaregopaß zum Grödnerjoch
27) Vom Alleghesee über den Vallespaß nach Predazzo
28) Vom Fedaja-Stausee zum San Pellegrinopaß
29) Rollepaß - San Martino - Fiera di Primiero - Agordo - Pordojpaß
30) Die große Dolomitenfahrt: Cortina und Misurinasee
31) Fahrt ins Nonstal
32) Madonna di Campiglio und Brenta- Dolomiten
33) Vom Molvenosee zum Gardasee: Ein landschaftlicher Geheimtyp
34) Die Gardasee-Rundfahrt: Unvergessliches Erlebnis
35) Die östliche Gardesana und Kriegerfriedhof Costermano
36) Fahrt an der Westseite des Gardasees
37) Ein Kurzbesuch von Trient
38) Ein halber Tag in Verona, der Stadt mit der Arena
39) Die Lagunenstadt Venedig
 








     



1) Halbtagesfahrt nach Maria Weißenstein und Deutschnofen

 

Höhe   Km      
250 Auer 0      
1230 Aldein 15      
1390 Petersberg 20      
           
Abstecher nach
1520 Weißenstein 3      
1355 Deutschnofen 26      
870 Birchabruck 36      
250 Auer 72      



Wir fahren die Dolomitenstraße empor, vorbei an Montan mit reizvollem Tiefblick auf das Etschtal und den Kalterersee. Beim Gasthof Brückenwirt biegen wir links ab. Auf der 192 m langen und 124 m hohen Brücke fahren wir über die Schlucht des Schwarzenbaches. Im Höherkommen bildet sich eine weite Sicht über das südliche Etschtal.
Aldein ist ein freundliches Bergdorf in dessen Hintergrund links das Weißhorn (2417 m) und rechts das Schwarzhorn (2439 m) liegen. Besonders vom Kirchhügel aus gibt es ein weitgespanntes Panorama über Bergketten und schimmernde Gletscher. Von Petersber, ebenfalls einem hübschen Ort aus geht‘s geradeaus (3 Km) zur Basilika Maria Weissenstein, dem bedeutendsten Marien-Heiligtum unseres Landes:1533 wurde eine wundertätige Marienstatue gefunden. Wir sehen die reichgeschmückte, sehenswerte Barockkirche (Weihe 1673), eine Gastwirtschaft, mehrere Spazierwege und Bergwanderungen und haben einen prächtigen Dolomitenblick.
Zurück nach Petersberg, fahren wir rechts auf guter Straße nach Deutschnofen, ein sonniges Bergdorf in freier Lage. Die Pfarrkirche beherbergt einen gotischen Altar vom Meister hans von Judenburg. Der Blick auf den Rosengarten und Latemar wird frei. Bergab nach Birchabruck und durch das romantische Egeental erreichen wir Bozen und fahren zurück nach Auer.
Diese abwechslungsreiche Fahrt kann man auch auf einen ganzen Tag ausdehnen.

2) Mendelpass- Penegal (Halbtagesfahrt)

Höhe Km
250 Auer 0
220 Kalterersee 6
425 Kaltern 11
1363 Mendelpass 26
1740 Penegal 30
Aussichtsturm

Von Auer fahren wir westlich, über die Etsch, zuerst durch ausgedehntes Obstbaugebiet, und später durch rebembepflanztes Hügelgelände. Rechts ist die Zufahrt zumKalterersee (220 m), dem wärmsten Alpensee mit langer Badesaison. Rechts auf der Bergkuppe thront die Ruine Leuchtenburg aus dem 14. Jahrhundert. In Kaltern finden sich ein großer Marktflecken, im Zentrum typische Marktstrassen mit Patrizierhäusern; Barockkirche mit freisthendem Glocken-turm. Der vielen Schlösser und Edelsitze wegen werden Kaltern und das nahe Eppan „Adels-paradies“ genannt. Heimat des Kalterersee-Weines ist uns das Dorf bekannt. Den Mendelpaß errichen wir vom Rottenburgerplatz aus, durch Wohngebiet bergan fahrend. Beim Gasthaus Kaltererhöhe münden wir in die von Bozen kommende Mendelstraße (erbaut 1885) ein.
Oben angelangt, finden wir die Bergstation der Standseilbahn von Kaltern herauf, die 1903 erbaut wurde, von Terrasse aus genießen wir den Blick zu den Dolomiten. Die Straße empor zum Penegal ist 4 Km lang. Vom dortigen Aussichtsturm hat man einen reizenden Tiefblick auf Kaltern, Bozen, Eppan usw., außerdem eine weitumfassende Bergschau nach allen Richtungen.

3) Weinstraße - Halbtagesfahrt

Auer 0 Kurtatsch 48
Bozen 20 Entiklar 50
Sigmundskron 24 Margreid 52
Eppan 28 Kurtinig 55
Kaltern 33 Salurn 60
Kalterersee 38 Neumarkt 70
Tramin 42 Auer 75

Von Auer fahren wir bis zum südlichen Stadtrand von Bozen, biegen dort links (west.) ab, durchqueren die Industriezone und fahren den südwestlichen Stadtrand von Bozen entlang nach Sigmundskron. Auf dem Hügel links oben entdecken wir die Burg gleichen Namens. Sie ist sehr alten Ursprungs, wurde 1447 von Herzog Sigmund von Österreich erworben und von „Formigar“ auf „Sigmundskron“ umbenannt. Eine Besichtigung ist möglich, auch eine Gast-wirtschaft ist vorhanden. Bei der Weiterfahrt sehen wir beiderseits typische Moränenhügel mit gepflegten Obst- und Weinanlagen. Rechts auf dem Hügel steht Schloss Warth. Man erreicht die Großgemeinde Eppan. Nur 1 km nördlich dann liegt der Ort St. Pauls mit Weinhöfen und zinnengekrönten Mauern - ein Bild wohlbestallten Bauerntums. Beachtenswert ist die Majestätische, spätgotische Kirche mit Mächtigem Zwiebelturm, auch „der Dom am Lande“, genannt.Bauzeit von 1460 bis 1560. Inneres dreischiffig. Berühmt ist die 1701 von Graßmayr-Brixen gegossene, 4560 kg schwere und auf den Namen Annamaria geweihte Glocke. Die fahrt geht zurück nach Eppan, wo Patrizierhäuser, adlige Ansitze und gepflegte Gärten das Ortsbild prägen. Hir ist auch der Beginn der Panoramastraße auf den Mendelpaß (1363 m), die 1885 erbaut wurde. Von hier aus kann auch der beliebte Montiggler-see erreicht werden.Besuchenswerte Nachbarorte sind noch Girlan, Missian, Unterrain und Andrian. Von den vielen Ausflugszielen seien u.a. die Schlösser Korb und Boymont, vor allem aber Hocheppan mit wertvollen Fresken in der Burgkapelle erwähnt (Stammschloß der mächtigen Grafen von Eppan) im 12. bis 13. Jahrh.).
Auch Eppan ist eine Hochburg für beste Weine und Edelobst. Inmitten hügeliger Weinfluren südwärts weiterfahrend, wird Kaltern erreicht. Es ist ein sehr großer, über den Berghand weitverstreuter Ort. Im historischen Ortskern befinden sich Bürgerhäuser,Geschäfte, Gast-betriebe und der große Marktplatz. Eine reich ausgestattete Barockkirche mit freistehendem Glockenturm, zahlreichen Edelsitzen und Burgen im weiten Umkreis ergänzen das Bild.
Kaltern ist die Heimat des weitbekannten Kalterersee-Weines. Mehrere Weinkellereien laden hier zur Weinverkostung ein. In der Nähe des Hauptplatzes befindet sich auch das besuchenswerte Weinmuseum mit historischen Ausstellungsstücken über alles, was den Wein und die Weinwirtschaft betrifft. Im Ortsteil St. anton liegt die Talstation der Standseilbahn auf den Mendelpaß. Zu empfehlen ist ein Abstecher auf guter Straße zum nahen Altenburg (5 km).
Dann senkt sich die Straße hinab zum Kalterersee. Mit nur 220 m Meereshöhe ist er der wärmste Badesee im Lande. Auf einer Kuppe des östlichen Bergrückens thront noch stolz die Ruine Leuchtenburg. An St. Josef am See vorüber wird Tramin erreicht. Auch hier prägen standesbewusste Bürgerhäuser und Weinhöfe, Zudem ist der Turm der Pfarrkirche mit seinen 84 m der höchste Tirols und das Wahrzeichen von Tramin. Für Kunstfreunde empfiehlt sich ein Besuch des Hügelkirchleins auf Kastelaz mit den Fresken (Fabelwesen) aus dem 12 Jahrh. Tramin ist auch die Urheimat des sehr geschätzten und beliebten „Gewürztraminers“und gibt es Weinkellereien, die Verkostungen und Führungen anbieten.
Auf einer Panoramastraße mit Blick über den weiten Talboden geht die Fahrt südlich weiter nach Kurtatsch. Ansitze und geshätzte Weine findet man auch hier. Kurz südlich rechts lohnt sich ein Abstecher zur stimmungsvollen Einkehrstätte Tiefenbrunner - Entiklar. Es folgt Mar-
greid, wo es auch wuchtige Gehöfte aus mittelalterlicher Zeit, Torbögen mit Wappen, Freitreppen usw. gibt. Am Hauptplatz ist die schöne, freskogeschmückte Barockansicht Hirschprunn zu besichtigen, in der Grafengasse die ältese Weinrebe Südtirols aus 1601. Man überquert das Tal nach Westen hin, streift den kleinen Ort Kurtinig und erreicht Salurn, die Sprach-und Landesgrenze von Südtirol. Der dortige Dorfplatz beherbergt ein bemerkens-
wertes Rathaus, links die Andreaskirche. Auf Felszacken ragt die Ruine Haderburg empor. Ein Kurzbescuh in Neumarkt mit seinen mittelalterlichen Lauben darf kaum fehlen. Es wurde bereits von Erzherzog Albrecht von Österreich 1395 zum Markt erhoben.
Nach wenigen Kilometern ist unser Ausgangspunkt Auer wieder erreicht.

4) Bozen - die Landeshauptstadt von Südtirol

Auer - Bozen 20 km

Die Stadt Bozen schmiegt sich im Norden und Osten an die noch mit Weingärten bestandenen Berge, im Süden und Westen dehnt sie sich immer mehr in die freien Obstfluren aus.
Das Klima und dementsprechend die Vegetation sind vom nahen Süden beeinflusst, die Temperatur weist ein Jahresmittel von 11 Grad Celsius auf.
Von Süden auf der Normalstraße kommend wird der Eisackfluß überquert, ganz in der Nähe befindet sich ein großer PKW- und Busparktplatz. Auch Tiefgaragen stehen zur Verfügung. Der Waltherplatz ist der schönste verkehrsfreie Platz der Stadt, so benannt nach dem Minnesänger Walther von der Vogelweide (1170-1240), dessen Marmordenkmal den Platz schmückt. Ringsum reiehn sich bedeutende Gebäude aneinander. Hier befindet sich auch die große Domkirche, ein kunsthistorisch bedeutsamer gotischer Bau (Anfang 1500). Bewunderung erregen die kunstvolle, gotische Kanzel und der zierliche, feingegliederte Turmaufsatz. Die folgenden Straßen sind großteils Fußgängerzone: durch die Mustergasse und Goethestraße geht‘s zum Obstmarkt mit den vielen Verkaufsständen für Obst und Gemüse in geschmack- voller Aufmachung, die Laubengasse ist erreicht: Sie ist die Hauptgeschäftsstraße der Stadt,
deren Ursprung ins 13. -14. Jahrh. zurückgeht. Am östlichen ende dieser Straße befindet sich der Rathausplatz mit Rathaus (1907). Die hier abzweigenden Straßen sind rechts die Weintraubengasse, links die Streiter- und die Bindergasse, deren Name an die Zunft der Fass-
binder erinnert. (Ich heiße Bindergasse/der Schlegel hier erklang/an Zuber, Yhrn und Fasse/ gar viele Jahre lang.) In der Innenstadt ist noch der Kornplatz, die silbergasse sowie die Museumstrasse, letztere eine Geschäftsstraße die zum Museum, aber auch auf die schöne Wasserpromenade führt. Von da aus ergibt sich wunderbarer Blick auf den bekannten Rosengarten. Die Altstadt wird großteils von Renaissance- und Barockbauten geprägt. Jeden Samstag vormittag findet ein großer Wochenmarkt statt. Seilbahnen führen auf die Rittner Hochfläche und zum Aussichtsberg Kohlern. Auf den ritten führt eine gute Bergstraße. Eben-
so können von hier aus das Sarn- und das Eggental (Dolomitengebiet) erreicht werden.
5) Auf die Hochfläche des Ritten

Höhe Km
250 Auer 0
265 Bozen 20
910 Unterinn 29
1150 Klobenstein 37
1160 Lengmoos 38
1185 Maria Saal 40
975 Lengstein 44

Am nördlichen Stadtrand von Bozen führt links eine kurvenreiche Bergstraße zwischen Wein-
bergterrassen empor. Die hier gekelterten „Bozner Hügelweine“ sind ein Begriff für Wein-
kenner. Ab und zu bietet sich die Möglichkeit für Tiefblicke über den weiten Bozner Talboden.
Im Osten zeigen sich Rosengarten und Latemar. Nach 9 km ist Unterinn, ein sonniges Berg-
dorf, erreicht. Der Hochragende gotische Kirchturm ist das Wahrzeichen des Ortes. Der Blick in die Dolomiten ist prächtig! Ansteigend führt die Straße weiter nach Klobenstein, den Sitz der Gemeinde Ritten und Hauptort des Gebietes. Hier starten zahlreiche Spazier- und Wanderwege und die Lokalbahn nach Oberbozen (20 Min.). An Klobenstein fast angrenzend liegt der Ort Lengmoos,der aufgrund alter Ansiedlung, der Niederlassung des Deutschen Ritterordens geschichtlich interessant ist. Die Pfarrkirche aus dem 13. Jahrh. ist sehenswert. Hier beginnt der reizvolle Spaziergang auf der Fennpromenade. Auf guter Straße weiterfahrend, erblicken wir rechts unten am Steilhang ein Naturphänomen: Die Erdpyramide, das sind aus dem Locker-material eiszeitlicher Moränen herausgewitterte Säulen oder Türme aus Erdreich, teilweise an die 20 m hoch, mit einem Stein als Deckplatte, dieser schützt die Pyramide vor dem Abbröckeln denn wenn er abfällt, wird sie durch Regen vernichtet.Weiter vorne steht dieWallfahrtskirche Maria Saal. Die Straße beginnt sich zu senken, links sehen wir das Kirchlein von Mittelber. Noch tiefer gelegen ist der Ort Lengstein. Interessant das Gasthaus Sonne, ein historischer Bau aus dem 14. Jahrh. mit kaiserlichem Wappen.
Variante: Von Klobenstein geht‘s auf der Fahrstraße zum Gasthof und schmucken neugoti-
schen Kirchlein Kematen (1322 m) mit hohem, nadelspitzen Turm. Dies ist ein beliebtes Aus-
flugsziel. Weiter passieren wir den Wald, an den Fluren Riggermoos und Gebrack vorbei und erreichen das sonnige Dorf Oberinn (1300 m) auf blumenreichem Wiesenplan. Dort steht die Kirche zum Viehpatron St. Leonhard, außerdem gibt es mehrere Wanderwege durch Tannen- und Lärchenwälder. An einsamen Gehöften vorbei, senkt sich die Straße abwärts nach Wangen (1080 m). Vom Kirchhügel wird der blick auf die Stadt Bozen frei. Hier hat man zwei Möglich-
keiten: entweder die Straße zurück nach Klobenstein, oder wieter bergab, wobei die Sarner Straße erreicht wird, und zurück nach Bozen.

6) Die Bischofstadt Brixen und Kloster Neustift

Höhe Km
250 Auer 2
265 Bozen 22
525 Klausen 48
560 Brixen 60
600 Neustift 64

An Bozen vorüberfahrtend, nimmt uns bald das enge Eisacktal auf. Es ist dies der uralte Völker
weg, die kürzeste Verbindung zwischen Nord und Süd. Drei Verkehrswege zwängen sich durch das Tal: Eisenbahn, die Staatsstraße und seit ca. 1970 die vielfach auf hohen Pfeilern er-
baute Autobahn. In Waidbruck rechts am Berg steht die einst den Wolkensteinern gehörende Trostburg. Bald wird Klausen erreicht, das den Beinamen „Dürerstädtchen“ trägt, weil Albrecht Dürer das Städtchen in Jahre 1506 malte. Hochaufragend ist der Felsen von Säben, vom 6.-10. Jahrh. Bischofsitz, seit 1686 Frauenkloster. Im breiten, freundlichen Talboden erscheint bald Brixen, die alte Bischofstadt. Ihr Entstehen geht auf die Schenkung des Maierhofes Brichsna seitens König Ludwig von Bayern an den damals noch auf Säben residierenden Bischof Zacharias im Jahre 901 zurück. Im historischen Stadtkern kann man Bürgerhäuser mit Erkern und zinnengeschmückten Giebeln finden, wie sie Tiroler Kleinstädten zu eigen sind. Kirchlicher Mittelpunkt ist der vom Bozner Baumeister Josef Delai 1755 fertiggestellte barocke Dom. Das hohe, helle, prunkvoll ausgestattete, in mehrfarbigem Marmor erglänzende Innere ist von einer vornehmen Schönheit, die jeden Besucher überrascht. Den Hochaltar schuf Theodor Benedetti, das Altarbild, der Tod Mariens, ist ein Werk von Michelangelo Unterberger. Das 250 qm große Deckenfresko, die Anbetung des Lammes, ist ein Meisterwerk des Südtiroler Barockmalers Paul Troger (1698-1762). An den Dom angrenzend befindt sich der berühmte Kreuzgang mit Fresken aus 1400-1600. Kurz nördlich von Brixen, steht das kultur- und kunsthistorisch bedeutende Kloster Neustift. An dem „Engelsburg“ genannten Bau und am „Wunderbrunnen“ vorüber, erreicht man die mit größtem Prunk ausgestattete Rokokokirche. Der reich geschmückte Bibliotheksaal birgt wertvolle Bestände.

7) Sarntal - Penserjoch - Sterzing

Höhe Km
250 Auer 0
265 Bozen 20
906 Sarnthein 40
1450 Pens 60
2215 Penserjoch 72
950 Sterzing 88
560 Brixen 118
250 Auer 180


Die Stadt Bozen durchqueren wir bis zum nördlichen Stadtteil St. Anton. Hier beginnt das Sarntal. Rechts auf dem Felsen steht die Burg Runkelstein, die 1237 von den Herren von Wangen erbaut wurde und Fesken von Tristan und Isolde beherbergt. Die Strsße führt auf die orografisch rechte Seite des Talferflusses, steigt bergan und zieht am hang durch 20 Tunnels in enger Schlucht taleinwärts. Weiter drinnen erscheint auf freier Flur der Weiler Bundschen. Rechts oben ragt die Felswand der Sarner Scharte (2468 m) empor. In der folgenden Talweitung, von Bergen um kränzt, liegt der Hauptort Sarnthein. Dies ist ein ausgedehntes Bergdorf mit lebhaftem Treiben,im Umkreis liegen Bauernhöfe im typischen Baustil. Rechts oben sehen wir die Burg Reinegg(urkundl. 1263).
Die Sarner sind ein kräftiger menschenschlag, sehr traditionsbewusst und tragen noch oft die
alte Tracht und sprechen die überlieferte Mundar. Sehr zu empfehlen ist ein Abstecher zum
Durnholzersee, der von Sarnthein taleinwärts bis Astfeld und rechts ins Seitental biegend erreicht wird (ab Sarnthein 15 km, 1560 m) und wegen seiner vorzüglichen Forellen bekannt ist
Auf der Talstraße fährt man weiter bis zum letzten Ort Penes. Hier beginnt die Bergstraße zum Penserjoch. Bekannt ist hier die wundersame Alpenrosenblüte im Juli.
Am Pass angekommen, ergibt sich eine prächtige rundschau über einen Riesenkranz von Berge
oder der Start für Bergtouren, eine Gaststätte ist vorhanden. In vielen Windungen senkt sich die Straße in das Sterzinger Becken hinab. Man erblickt die Burgen Sprechenstein und Reifen-
stein. Sterzing ist eine alte Handelsstadt, hatte im Mittelalter Silberbergbau der Fugger und wird daher auch „Fuggerstadt“ genannt. Sehenswert ist die „Neustadt“ genannte Haupt- und
Geschäftsstraße mit gepflegten Bürgerhäusern, dem gotischen Rathaus, Zwölferturm, Gasthöfen usw. Für Kunstfreunde empfehlen sich das Multscher-Museum und die Barock-Pfarr
kirche. eine Seilbahn führt zum Rosskopf (2190 m). eine Natursehenswürdigkeit ist die nahe
Gilfenklamm. Über Brixen-Bozen fahren wir anschließend wieder zurück nach Auer.

8) Lana - Gampenpaß - Mendelpaß - Kaltern


Höhe Km
250 Auer 0 250 Auer 114
265 Bozen 20
280 Lana 43
1515 Gampenpaß 61
990 Fondo 76
1363 Mendelpaß 88
425 Kaltern 103
Am südlichen Stadtrand von Bozen biegen wir links ab und durchqueren die Industriezone. Wir fahren in die Meraner Straße ein, am bekannten Weinort Terlan, später an Vilpian und Gargazon vorüber und biegen in Burgstall links ab. Den Talboden mit den weiten Obstfluren überquerend, wird an der westlichen Bergseite Lana erreicht. Bedeutend sind der Obsthandel
und der Fremdenverkehr. eine Seilbahn führt auf das Vigiljoch, eine Straße in das Ultental. In der Pfarrkirche des nahen Niederlana steht als wertvolles Kunstwerk der Flügelaltar, den Hans
Schnatterpeck in 8 Jahren (1503-1508) schuf. eine Besichtigung mit Führung ist möglich. Im Zen-trum von Lana links beginnt die Gampenstraße, die 1935 erbaut wurde. Mit schönem Tiefblick auf den Talboden schwingt sich die Straße bergan. Während im Höherkommen die Bergwiesen in Laub-und Nadelwald übergehen, steigen am östlichen Horizont die bleichen Dolomitengipfel empor. Der Gampenpaß ist ein schmaler, aber seit alters wichtiger Übergang. Bloß 2 km Paß abwärts rechts unten, aber mit guter Zufahrt liegt der Wallfahrtsort Unsere liebe Frau im Wald: Hervorgegangen aus einem Hospiz aus dem 12 Jahrh., steht dort eine gotische Kirche mit Altären aud em 15./17. Jahrh. (Gasthof zum Hirschen). Das Dörflein ist eine Oase der Stille! Weitverstreute Gehöfte. Am kleien Örtchen St. Felix vorüber führt die Straße mit weitem Fernblick nach Süden und auf die gletscherschimmernde Brentagruppe hinab nach Fondo. Anfangs durch sanftgewellte Wiesen, später durch schattige Tannenwälder, erreicht man den Mendelpaß. Von Osten herüber grüßen das grüne Hochland von Aldein, die Gipfel von Schwarz- und Weißhorn, sowie der in der Nachmittagssonne in feinem Rosa erstrahlende Zackenkranz der Dolomiten. Zu empfehlen ist ein Abstecher zur Aussichtswarte Penegal (4 km, 1740 m). Die kurvenreiche Mendelstraße (erbaut 1885) mit schönen Ausblicken, führt uns durch prächtigen Buchenwald hinab in das Obst- und Weinparadies von Kaltern und seinem See, auf dem Boote und Segelschiffe dahingleiten.

9) Von Lana in das Ultental

Höhe Km
250 Auer 0
265 Bozen 20
280 Lana 43
740 St. Pankraz 53
1180 St. Walburg 63
1226 St. Nikolaus 74
1520 St. Gertraud 77

Wie bei der Route Nr. 8 fahren wir über Bozen nach Lana. In der Ortsmitte rauscht der Ultner
Talbach, die Falschauer, aus der engen Felsenschlucht heraus. Bald nach dieser Brücke biegt
links die Ultner Straße ab. Mit seinen 40 km Länge reicht das Tal vom Obst- und Weinbau zu Hochalmen und im Hintergrund sogar bis zur Gletscherregion hinauf. Infolge der Höhenlage
ist mit Ausnahme des ersten kurzen Teilstückes nur Viehwirtschaft. Vortreffliche Waldbe-
stände geben ein Zusatzeinkommen, in unserer Zeit ebenso der Fremdenverkehr. Von Lana aus windet sich die Straße mit prächtigen Tiefblicken auf das Lananer und Meraner Becken, den Hang empor und gewinnt, an den letzten Weinbergen vorüber, rasch an Höhe. Weiter oben
links die Ruine Eschenlohe, einst den Grafen von Eppan-Ulten gehörig. nach 10 km ist das freundliche, aber auf engem Platz eingezwängte St. Pankraz erreicht. Auf der Weiterfahrt, am ersten Stausee vorbei, gelangt man nach St. Walburg. Auch da finden wir ein sauberes Ortsbild
mit Gaststätten vor. Von hier ab wird das Tal breiter und freundlicher- mit Wiesen und tief-
grünen Wäldern. ein weiterer großer Stausee- Zogglersee genannt- füllt für mehrere km die
ganze Talbreite aus. Es folgen noch St. Nikolaus und als letzte Siedlung St. Gertraud, das schon
richtigen Gebirgscharakter aufweist. Es ist idealer sommerfrisch-Ort, Ausgangspunkt für Wan-
derungen , aber auch für Touren hoch in die Gletschwelt hinauf. Die alvererbten Bauernhöfe, teils noch schindelgedeckt, mit hölzernen, blumengeschmückten Söllern und mit Scheunen aus wettergebräunten Bohlen, zeugen von einem gesunden, noch mit der Heimat eng verwurzelten Bauernstand. In St. Nikolaus ist der Besuch des interessanten Ultner Talmuseums sehr zu empfehlen. Es bietet einen Einblick in die bäuerliche Welt Ultens.

10) Kurstadt Meran

Auer - Bozen - Meran (48 Km)

Meran ist der erste und älteste Kurort unseres Landes.
Die natur hat Meran mit besonderen Vorzügen ausgestattet. Von hochragenden Bergen im
Hintergrund gegen Kälte abgeschirmt und nach Süden offen, weist es eine milde, kinen ex-
tremen Schwankungen unterworfene Durchschnittstemperatur auf.
Sehenswert ist der mittelalterliche Stadtkern mit Bozner, Passeirer u. Vinschger Tor, der enge
rizende Pfarrplatz, die gotische St. Nikolaus-Pfarrkirche (13.Jahrh.) die Laubengasse, der Renn-
weg, die lebhafte Freiheitsstraße, die Landesfürstliche Burg (15. Jahrh.). An Promenaden ist
Meran überaus reich: voran die Kurpromenade mit dem Kurhaus (im Jugenstil, erbaut 1914), die Sommer-und Winterpromenade entlang des Passerflusses, der Bahnhofpark mit dem Denkmal an den Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer (1809), die den Berghand entlang führende Tappeinerpromenade mit betont südländischer Vegetation. Ein Pferderennplatz be-
findet sich im Stadtberecih. Jeden Freitag lädt Meran zum Wochenmarkt ein. Von hier aus
führen Straßen und Seilbahnen zu vielen Zielen. Im Talbecken gedeihen Tafelobst und Weine.

11) Dorf und Schloss Tirol bei Meran

Meran ist von einem Kranz reizender und besuchenswerter Orte umgeben. Einer davon ist das im Rücken der Stadt Meran gelegene Dorf Tirol, das vom nahen Schloss Tirol den Namen hat.
Von Süden her nach Meran kommend, zweigt kurz vor der Passerbrücke die Straße zum Stadt-
teil Obermais ab. Nach kurzem Stück auf der Passeierstraße gelangt man links abbiegend nach
Dorf Tirol. Der Ort liegt auf sonnigem Hügelrücken inmitten weitläufiger Obstkulturen und Weingärten. Frei und weit schweift der Blick über die Meraner Umgebung hinaus, als krönen-
der Abschluss dieses Panoramas erhebt sich im Hintergrund die Mutspitze (2295 m). Außerhalb des Dorfbereiches blicken einzelgehöte aus dem Grünen, deren höchster der Muthof auf 1371m ist. Dank seiner landschftlichen und klimatischen Vorzüge zählt Dorf tirol zu den stark besuchten Ferienorten im Meraner Raum. Überaus einladend fügen sich die in alpenländischer Bauweise errichteten Gaststätten usw. in das Ortsbild ein.
Schloss Tirol - das unserem Land den Namen gab: Ein Fußweg von 20 Min. führt zu dem be-
rühmtesten Schloss unseres Landes, das Stammschloss der einst mächtigen Grafen von Tirol, die um 1140 erstmals erwähnt werden. Im machtkampf mit den rivalisierenden Grafen von Eppan, schwangen sie sich nach deren Vernichtung zu den Herren des Landes auf, gaben ihrem
Herrschaftsgebiet ihren Familiennamen und prägten so den geographischen Begriff „Land Tirol“. Leider war im 14. Jahrh. nur mehr ein weiblicher Nachkomme-Gräfin Margarete- welche im Jahr 1363 das Land an ihren Vetter, Rudolf von Habsburg übergab, womit Tirol zu Österrecih kam. (Trennung von Nord- und Südtirol nach dem 1. Weltkrieg). So ist die Geschich-
te der Burg ein wechselvolles Schicksal, sie kam u.a. in den Besitz der Stadt Meran, die sie
Kaiser Franz Josef I. zum Geschenk machte. Nach der Angliederung Südtirols an Italien ging die Burg als „Feindeigentum“ an den ital. Staat über. Vor Jahren gelang es, sie in den Besitz des Landes Südtirol zu bringen. Für Besuche gibt es Führungen. Der Blick vom Schloss dem Etsch-
tal entlang nach Süden, offenbart die bezaubernde Schönheit dieses Landes.


12) Schenna bei Meran

Von den vielen Orten rings um meran verdient auch Schenna einen Besuch. Es liegt überaus ge-
fällig am freien, sonnigen Berghang des darüber aufragenden Ifingers (2581 m), gegenüber von Dorf Tirol, am eingang zum Passeiertal. Auch hier beherrschen wieder die Weinrebe und fruchtbares Obstgelände das Landschaftsbild. Der Ort selbst ist vom Fremdenverkehr und seinen Einrichtungen geprägt. Zusätzlich beleben stattliche Bauernhöfe und Edelsitze das Bild und zeugen von Tradition und Wohlstand. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch von Schloss Schenna. Ursprünglich Sitz der Herren von Schenna, erwarb es 1845 Erzherzog Johann von Österreich, ein großer Freund Tirols. Infolge seiner Ehe mit der bürgerlichen Anna Plochel, musste er seinen standesgemäßen Ansprüchen entsagen und lebte hier in Schenna (gest.1859).
Nahe dem Schloss findet man die neugotische Grabkapelle, die der Sohn Franz 1869 für seine
Eltern erbauen ließ. Es gibt Führungen für Schloss und Grabkapelle.


13) Lana bei Meran

Im südwestlichen Winkel des Meraner Talbeckens liegt der große, langgestreckte Ort Lana. Er
wird in Ober-Mittel- und Niederlana unterteilt, bildet jedoch eine Einheit. Auch hier ist die breite Flur ein einziges Obstparadies, ist doch hier das Ursprungsgebiet des Obstbaues in Süd-
tirol. ein Gang durch den fast städtischen Ort zeigt eine auf Wohlstand beruhende Vornehm-
heit. Es vermischen sich hier die Liebreize der Natur mit dem zähen Fleiß der Menschen. Lana
ist Hochburg für Obstwirtschaft. Eine Natursehenswürdigkeit ist die begehbare, romantische
Gaulschlucht, aus welcher der Falschauerbach herausrauscht. Von den zahlreichen adligen Bau-
ten seien die Burgen Brandis und Baunberg genannt. Seit 1215 ist der Deutsche Ritterorden hier ansässig. Kunstfreunden sei geraten, in Niederlana den berühmten, von Hans Schnatterpeck in achtjähriger Arbeit (1503-1511) geschaffenen, gotischen Flügelaltar zu besichtigen. Mit 14m Höhe ist er der höchste gotische Altar im Alpengebiet. Von Lana aus führt eine Straße über den Gampenpaß und nach Ulten. Ebenso gibt es eine Seilbahn zum Vigiljoch, 1486 m.
14) Meran - St. Leonhard in Passeier - Jaufenpaß - Sterzing

Höhe Km
250 Auer 0
325 Meran 46
690 St. Leonhard 66
2130 Jaufenpaß 86
1990 Sterzinger Jaufenhaus 88
950 Sterzing 106
250 Auer 194
Durch den Stadtteil Meran-Obermais wird die Passeierstraße erreicht. Sie bleibt anfangs ober-
halb der Talsohle, zieht an Obst- und Weingärten vorbei, berührt Riffian, später St. Martin, sie übersetzt dann den Talbach, die Passer, worauf bald das Gasthaus zum Sandwirt erreicht wird. Es ist die Heimat des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer, erschossen in Mantua am 20. Fe-
bruar 1810 (sehenswert das kleine Museum). Kurz danach empfängt uns der Hauptort St. Leonhard. Der „Franzosenfriedhof“ erinnert an die Kämpfe vom November 1809. Am Berg oben die Ruine Jaufenburg. Die Talstraße wendet sich nach links nach Moos und zum Timmelsjoch. Unsere Passstrasse schwingt sich mit schönen Rückblicken auf das Tal. Bergan erreicht man das Passeirer Jaufenhaus und den jaufenpaß. Der Pass ist schon von alters ein
wichtiger Handelsweg zwischen Meran-Sterzing und Innsbruck. Kurz jenseits der Passhöhe be-
findet sich das große Sterzinger Jaufenhaus. Hier hat man eine prächtige Rundschau auf die Gipfel und Gletscher der Stubaier Alpen. Auf guter Straße fahren wir hinab in den breiten, grünen Talboden von Sterzing. die Stadt erlebte ihre Blütezeit im Mittelalter wegen der von den Fuggern betriebenen Silberbergwerke. Schon damals war sie ein wichtiger Handelsplatz an der Brennerstraße.Sehr zu empfehlen ist ein Gang durch die Hauptgeschäftsstraße „Neustadt“ genannt, mit den zinnengekrönten Bürgerhäusern, dem gotischen Rathaus und dem Wahr-zeichen der Stadt, dem „Zwölferturm“. Nicht zu vergessen sei das Multschermuseum und die etwas abseits stehende, große Barock Pfarrkirche. Eine Seilbahn führt auf das Wander- und Skigebiet Roßkopf (2190).Nach Osten zweigen das Pfitscher-, nach Westen das Ridnauntal ab.
Dort in der Nähe befindet sich die hochinteressante, begehbare Gilfenklamm - eine Natur-
sehenswürdigkeit.

15) Schnalstal- Karthaus - Kurzras - Gletscherbahn

Höhe km
250 Auer 0
325 Meran 46
550 Naturns 61
Schnalstal -Abzweigung
1325 Kathaus 73
1505 Unsere Frau in Schnals 77
1665 Vernagt Stausee 80
2010 Kurzras 92

Über Bozen und Meran fahren wir nach Naturns. Dies ist ein sehr lebhafter, mit allen Infra-
strukturen versehener Ort im breiten, sonnigen Tal. Das günstige Klima läßt noch Wein und
Obst gedeihen. Für Kunsthistoriker ist das etwas abseits stehende, aus dem 8. Jahrh. stamm-
ende Prokuluskirchlein mit den wertvollen Fresken aus jener Zeit, einen Besuch wert -ebenso
die gotische, dem Hl. Zeno geweihte Pfarrkirche. Oberhalb des Ortes grüßt die Burg Hochna-
turns. Kurz nach Naturns öffnet sich rechts ein schmales, von Felsen flankiertes Seitental,eben
das Schnalstal, das bis in die Gletscherwelt der Ötztaler hineinreicht. Mit seinen hochgelegenen Siedlungen und Einzelhöfen ist es ein charakteristisches Tiroler Gebirgstal. Nach 10km links,auf
erhöhter Lage, befindet sich Karthaus, eine sehr merkwürdige Dorfsiedlung aus dem einstigen Karthäuserkloster Allerengelsberg (13 Jahh.) hervorgegangen. Ein Besuch lohnt sich allemal.
Rechts geht das Pfossental mit dem „Eishof“ auf 2070 m, Ausgangspunkt für Hochgebirgs-
touren weg. Es folgt nun Unsere Frau in Schnals mit der schon um 1304 erwähnten Wallfahrts-
kirche. Die Straße erklimmt die Höhe des langen Vernagt-Stausees. Mit prachtvollem Gebirgs-
panorama im Hintergrund zieht sie weiter taleinwärts und erreicht auf breiter Flur den weltbekannten Wintersportort Kurzras. Einst einer der höchstgelegenen Bergbauernhöfe in stiller,beschaulicher einsamkeit, ist Kurzras mit seinem gigantischen Hotelkomplex und seinen Gletscherbahnen zu einem Treffpunkt des internationalen Wintersportpublikums geworden.
Gletschergebiete auf 3200 m Höhe erlauben ganzjährigen Skibetrieb. Kurzras ist zugleich Aus-
gangspunkt für viele Hochgebirgstouren, wir zur Weißkugel (3739 m), Im Hintern Eis (3270 m),zum Hochjochferner oder (leicht) zur Schönen Aussicht Hütte (2842 m). So bietet das Schnalstal Wiese, Wald, Fels und Schnee.


16) In das Martelltal und zur Zufallhütte

Höhe km
250 Auer 0
325 Meran 46
550 Naturns 60
660 Goldrain 78
670 Morter 80
2055 Martell Talschluss 105

Mit einer Fahrt ins Martelltal läßt sich in idealer Weise der Besuch einer nahen Schutzhütte verbinden, nämlich der Zufallhütte (45 Min). Über Bozen und Meran gelangen wir in das obere
Etschtal, hier Vinschgau genannt. Am rechten Berghang sehen wir die letzten Weingärten, im
Talboden weitläufige Obstanlagen. An Naturns (Prokuluskirchlein), Kastelbell und Latsch-
lauter ansprechende Orte - vorüber bis nach Goldrain. Hier nach links abbiegend und das klein
Morter durchfahrend, nähern wir uns dem eingang in das Martelltal, aus dem der Talbach, die
Plima, herausschäumt. Es ist ein sehr karges, ernstes Tal und nur im äußeren Teil besiedelt,
reicht aber mit einer Länge von 25 km bis in die Hochgebirgswelt hinein. Am Taleingang links
oben stehen die Ruinen Ober- und Untermontani, auf letzterer wurde 1873 die Handschrift des
Nibelungenliedes aufgefunden. Die Straße erklimmt eine höhere Talstufe, zieht an kleinen
Siedlungen und am lieblichen Kirchlein „Maria in der Schmelz“ (Erinnerung an Schmelzöfen)
vorüber und erreicht stark ansteigend den 5 km langen Zufrittsee. Nach mehreren Kehren
erreicht die Straße ihr Endziel: den großen Parkplatz bei der enzianhütte. die Fahrt hat sich reichlich gelohnt, denn die über den dunklen Waldungen aufragenden nahen und fernen eisfelder und Gletscherzungen ziehen wohl jeden Beschauer in ihren Bann. Hier ist ein idealer
Ausgangspunkt für zahlreiche Touren in Fels und Eis, wie z.B. mehrere Übergänge in das
Ortlermassiv u.a. Für jeden zu empfehlen ist die leichte Wanderung von 45 Min. zur nahen
Zufallhütte (2264 m) auf grünem Wiesenfleck. Gute Geher kommen in 2 Stunden zu Marteller-
hütte (2610 m) mit großartigem Panorama. Doch gibt es auch harmlose Waldwege in die nähere Umgebung.

17) Auf das Stilfser Joch (2757 m) und Abstecher nach Sulden

Höhe km
250 Auer 0
325 Meran 46
885 Spondinig 94
915 Prad 97
1273 Gomagoi 103
1540 Trafoi 109
2757 Stilfser Joch 124

Eine Fahrt zum Stilfser Joch gehört zum eindrucksvollsten Erlebnis in unserer Gebirgswelt, ist
die Stilfser-Joch-Straße doch eine der höchsten Passtraßen in den Alpen. Sie ist jedoch nur über die Sommermonate geöffnet.
Über Bozen und Meran wird der Oberlauf der Etsch, hier „Vinschgau“ genannt, mit seinen freundlichen Orten wie Naturns, Kastelbell, Schlanders bis Spondinig durchfahren. Ähnelt die
Kulturlandschaft anfangs noch jener des Meraner Beckens, so wird weiter oben das Bild mit den leuchtenden Schneegipfeln am Horizont ernster, herber, aber nicht weniger anziehend. In
Spondinig wird das Tal nach Prad hin überquert, das auf flachem Schwemmboden liegt und ein
beliebter Sommerfrisch-Ort ist. Die Straße windet sich nun durch das enge Tal hindurch und führt rechts oben auf Steilhang Stilfs. In Gomagoi beginnt die eigentliche Passtraße. Sie zählt zu der kühnsten Straße in den Alpen, wurde von Österreich zwischen 1822-1825 erbaut, um mit der damals zum Kaiserstaat gehörenden Lombardei eine kurze Verbindung herzustellen. Von Gomagoi aus führt sie in 48 Kehren den Steilhang zum Pass empor. Oben befinden sich große
Hotelkomplexe in gewaltiger Hochgebirgs-und Gletscherrunde. Lifte laden zum Sommerski-
lauf, Eistouren, Wanderungen zu Schutzhütten usw. ein.
Ein Abstecher nach sulden ist empfehlenswert. Von Gomai aus fahren wir auf steiler Straße in
das Suldental. Einzelgehöfte, Wälder und der Anblick weißschimmernder Dreitausender präge
das Bild dieses Tales. Nach 11 km ab Gomagoi ist sulden erreicht (1850 m). Es ist ein Dorf uralten Ursprungs, aber schon längst internationaler Touristenort mit Hotels, Seilbahnen und
Lifts. Eis- u. Hochgebirgstouren am Ortler (3905 m) und seinen Trabanten in der großen Runde lassen die Herzen von Bergfreunden höher schlagen. Für Wanderer gibt es verschiedene Wege zu Schutzhütten.

18) Glurns - Taufers im Münstertal - Schweiz

Höhe km Höhe km
250 Auer 0 1230 Taufers 116
325 Meran 46 Grenze 118
750 Schlanders 82 1245 Müstair (Münster) 122
920 Schluderns 98
Glurns 100

Wieder gelangen wir über Bozen und Meran in den „Vinschgau“. Schlanders ist der Hauptort
und wirtschaftliche Mittelpunkt des Tales. Sehenswert ist die barockisierte gotische Pfarrkirche
deren 90 m hoher Turm der höchste gotische im Lande ist. Hier liegt auch die Grenze des Weinbaues. An Laas, bekannt wegen der Marmorbrüche, und an Spondinig vorbei wird Schluderns erreicht. Rechts auf der Anhöhe erspäht man die Churburg der Grafen Trapp, mit der wertvollen Rüstkammer (Besichtigungen!). In der Pfarrkirche lassen sich Grabmal und Wappen des Geschlechtes bewundern. Die Hauptstraße führt nach Mals und zur Staatsgrenze. Wir biegen links ab, nach Glurns, dem kleinsten Städtchen Tirols. Mit seiner noch größtenteils erhaltenen mit Wehrtürmen und Schießscharten versehenen Stadtmauer und dem kleinbürgerlichen Ortskern hat sich das Städtchen noch einen Hauch von Romantik bewährt. Zu empfehlen ist ein kleiner Bummel über den Stadtplatz und durch die Laubengasse. Die Brücke über den Rambach bringt uns auf die Straße in das wald- und wiesenreiche Münstertal und nach Taufers, knapp vor der Schweizer Grenze. Schon vor dem ort sehen wir auf steilem Felsen die Ruinen Reichenberg und Rotund, zeitweilige Aufenthalte der Bischöfe von Chur, deren Diözese einst bis nach Meran reichte. Das Dorf Taufers wurde schon von Kaiser Karl dem Großen gegründet. Nicht übersehen sollte man am Ortseingang rechts die romanische St. Johanneskirche des ehemaligen Kreuzritterordens. Im sommer herrscht hier sowohl als Erholungsort als auch als Grenzübergang reges leben. Niemand sollte die kurze Strecke bis nach Münster, dem rätoromanischen Müstair scheuen. Es ist nicht nur ein gastfreundlicher, sondern auch ein kunsthistorisch hochbedeutsamer Ort, der auch auf die Zeit Karls d. Großen zurückgeht. Die Klosterkirche aus karolingischer Zeit mit drei Apsiden und der Statue Karls d. Großen sollte unbedingt besucht werden.


19) Das Hochland von Lavaze`und Jochgrimm

Höhe km
250 Auer 0
1100 San Lugano 16
1000 Cavalese 24
1850 Lavaze` 34
1990 Jochgrimm 39

Fast im Ortzentrum von Auer biegt gegen Osten die bekannte Dolomitenstraße ab. Sie schwing
sich in vielen Kehren bergan, berührt das am hang hingebettete Montan und bietet reizvolle
Tiefblicke auf den Talboden, wie auch eine weite Schau über den langen Bergzug im Westen.
Weiter oben gehen die letzten Obstkulturen in Mischwald über. An der Siedlung Kaltenbrunn
vorbei, wird der Sattel von San Lugano erreicht. Die Straße senkt sich nun in das Fleimstal hin-
ab und bald blickt man erstaunt auf die Gipfelkette, die das Tal rechts drüben begleitet. Auf
sanft geneigter sonniger Wiesenflur erscheint der städtische Ort Cavalese, das einen regen
Sommer-u. Wintertourismus aufweist. eine Seilbahn kann uns zum Skigebiet Alpe Cermis
bringen. Die Straße zieht links hangaufwärts, zuerst an Dörfern vorbei, später durch grünen
Tann und mündet auf das Hochland von Lavaze`. Eine weite, offene Landschaft gibt einen
prachtvollen Blick in die Dolomiten frei. Auch von hier aus können mehrere Wanderungen unternommen werden. Auf guter Straße fahren wir zum nahen Jochgrimm,dem Sattel zwischen Weiß- und Schwarzhorn. Beide sind in je einer Stunde leicht zu besteigen und bieten eine weitreichende Schau über die Bergwelt. Sommers ist dies ein schönes Wanderparadies, im Winter Skigebiet. Für die Rückfahrt empfiehlt sich folgendes: zurück nach Lavaze`und nördlich bergab durch den Wald, begleitet vom rauschenden Bach, am kleinen Weiler Rauth vorüber nach Birchabruck im Eggental. Hier bieten sich zwei Möglichkeiten an:entweder durch die romantische Porphyrschlucht talauswärts und über Bozen nach Auer, oder länger aber schöner, von Birchabruck weiter nach Welschnofen, zum berühmten Karersee, und über den Karerpaß (1752 m) in das Nachbartal. Die Heimfahrt über Moena-Predazzo nach Cavalese und über San Lugano nach Auer, würde diesen genußreichen Tag in den Bergen beschließen.

20) Rundfahrt: Tiers - Nigerpass - Karerpass - Fleimstal

Höhe km
250 Auer 0
310 Blumau 24
1030 Tiers 39
1690 Niger 49
1752 Karerpaß 54
1350 Vigo di Fassa 67
1000 Cavalese 95
250 Auer 119

An Bozen vorüber fahren wir bis Blumau, wo das Tiersertal rechts einmündet. Knapp hinter
Blumau biegen wir in die breite Bergstraße ein, die zum Schlerngebiet führt. Wir schlagen nach wenigen km die rechts führende Straße ein. Bald erreichen wir das Kirchlein St. Katharina mit seinen sehr wertvollen Fresken aus dem leben der Heiligen an der Außenwand. Die Straße
führt weiter bis Tiers. Sehenswert sind die Pfarrkirche und der Friedhof. Taleinwärts über-
rascht uns ein landschaftsbild von erhabener Schönheit: im Vordergrund das St. Cyprian-
kichlein, dahinter der Rosengarten mi den Vajolettürmen. An der Straße in Richtung Karerpaß
ist die Talstation des zur Kölnerhütte (2337 m) führenden Liftes. Am Karerpaß führt ein Lift
zur Paulinahütte (2127 m). Vom Karerpaß kann man die Rückfahrt durch das Eggental und über Bozen nach Auer machen oder über den karerpaß in das benachbarte Tal nach Vigo di
Fassa und durch das Fleimstal nach Auer.

21) Kleine Karerseerundfahrt (Halbtagesfahrt)

Höhe km
250 Auer 0
270 Kardaun 20
1185 Welschnofen 34
1650 Karersee 46
1752 Karerpaß 49
1350 Vigo di Fassa 61
1020 Predazzo 75
1000 Cavalese 89
1100 San Lugano 97
250 Auer 151

Unsere Route führt an der Peripherie von bozen eine kurze Strecke nördlich weiter und biegt
beim Ort Kardaun rechts ab. Sofort nimmt uns die romantische Felsenschlucht des Eggentals
gefangen. Erst weiter drinnen wird das Tal freundlicher, mit Wiesen und Einzelgehöften längs
der Straße und hochstämmigen Waldungen an den beiden Bergflanken. In Birchabruck bleiben wir links auf der Hauptstraße, die uns zum bekannten Welschnofen führt. Bald steigen im Hintergrund die majestätischen Zinnen des Latemars in das Blau des Himmels empor. Der dunkle Karerforst geleitet uns hinauf zum einzig schönen Karersee mit seinem wunderbaren Farbenspiel. Der nahe Karerpaß bietet uns links einen großartigen Anblick des berühmten Rosengartens. Die Straße zieht östlich weiter und senkt sich in das Nachbartal hinab.
Wir durchqueren den Ort vigo di Fassa und beim Erreichen der Talstraße biegen wir rechts ab,
um talauswärts zu fahren. Während der Abfahrt vom Pass nach Vigo di Fassa haben wir ein wunderbares Dolomitenpanorama vor augen. An unserer weiteren Strecke liegt Moena, es folgt Predazzo, wo die Straße zum Rollepaß abzweigt. Links begleitet uns der lange Kamm der Lagorai-Berge über derem tiefgrünem Waldgürtel die weltfernen Gipfel in warmem Rotbraun
leuchten. Durch weitere gefällige Dörfer hindurch wird das städtische Cavalese erreicht, das sich auf freier, offener Flur sonnt. Hier gibt es Seilbahn zur Cermis Alpe (Wintersport-Sommer-
wanderungen). In sanfter Steigung wird der Sattel von San Lugano erreicht, und nun ist es ein vergnügliches Berabgleiten, wobei wir im letzten Teilstück uns am Tiefblick auf das zu unseren Füßen sich ausbreitende Etschtal erfreuen können.


22) Rundfahrt Gröden - Sellajoch - Fleimstal

Höhe Km
250 Auer 0
265 Bozen 20
450 Waidbruck 42
1235 St. Ulrich 57
2230 Sellajoch 77
1465 Canazei 87
1100 San Lugano 135
250 Auer 151

An Bozen vorüber fahren wir durch das Eisacktal bis nach Waidbruck. Rechts am Berg steht die Trostburg. Wir meiden die schmale Talstraße, die von hier nach Gröden führt, wenden uns noch vor der kirche nach links und bald sind wir auf der guten Straße, die den hang empor-
steigt. Die letzten Weinreben, Einzelgehöfte, Kastanienhaine und später bunter Mischwald ge-
leiten uns taleinwärts. So wird St. Ulrich erreicht; Zahlreiche Ateliers mit Grödner Schnitzar-
beiten, Kongresshaus, Museum für Grödner Kunst,; Seilbahn zur Seiser Alm, Skiabfahrten usw.
laden in der heimat von Luis Trenker zum Verweilen ein. Die nächsten orte St. Christina und
Wolkenstein bieten beinahe das selbe Bild. Schon lange haben wir den mächtigen Felsbau der
Sella vor Augen, hinter Wolkenstein schwingt sich die kurvenreiche Passtraße zum Sellajoch
empor. Am Pass oben erleben wir ein faszinierendes Panorama: Ost der silberschimmernde Eismantel der Dolomitenkönigin Marmolata (3345 m), ganz nahe die himmelstürmenden
Felsen der Sella mit den drei berühmten Sellatürmen und rückwärts die formschöne, dreige-
teilte Langkofelgruppe. Immer noch im Banne des Sellastockes mit den senkrechten Wandflu-
chten führt die Straße talabwärts, taucht später in tiefgrünen Wald ein, und erreicht im Talbo-
den Canazei. Auf der Weiterfahrt durch das freundliche Tal ziehen Ortschaften an uns vorüber,
weite Waldfluchten werden von Felszacken überragt. Wir erleben laufend wechselnde anmut-
tige Landschaftsbilder, während wir an Moena, Predazzo und Cavalese vorbeifahren. Von
Cavalese zieht sich die Straße zum Sattel von San Lugano empor und mit der Abfahrt nach
Auer geht die Dolomitenfahrt zu Ende.

23) Seiser Alm-Gröden-Sellajoch-Fleimstal

Höhe km
250 Auer 0
265 Bozen 20
1000 Seis 40
1700 Seiser Alm 48
1060 Kastelruth 60
1235 St. Ulrich 75
2240 Sella Joch 97
1450 Canazei 108
1020 Predazzo 134
250 Auer 172

Wir lassen Bozen links liegen und fahren geradeaus durch den Tunnel. Am ausgang desselben rauscht der Eisack. Vor uns ragen die hohe Felsenmauer des Schlern und die Zinnen und Zacken
des Rosengartens in den Himmel empor. Das Tal verengt sich und es erscheint der Ort Blumau.
Am nördlichen Ortsende begeben wir uns nun rechts die kurvenreiche Bergstrasse empor. Der
erste Ort ist Völs. Vom Hügel mit der alten Peterskirche hat man einen überaus schönen Rund-
blick. Pfarrkirche ist von Spätgotik und Barock gekennzeichnet. Weiter vorn rechts ist ein Ab-
stecher zum idyllischen Völser Weiher möglich. Weiter vorne links steht das Kirchlein St.Konst-
antin. Es folgt Seis. Bald darauf führt rechts die Straße zur berühmten Seiser Alm (8 Km). Aus-
gedehnte Wiesenflächen von ca 60 Km2 auf einer Höhnelage von 1900-2200 m ist beeindruck-
end, ebenso die berühmte Alpenflora und die herrliche Langkofelgruppe.
Über die Anhöhe des Panider Sattel (1445 m) gelangen wir hinab nach St. Ulrich in Gröden. Tal-
einwärts liegen die Orte St. Christina und Wolkenstein, wo die Bergstraße zum Sellajoch be-
ginnt. Oben am Pass haben wir erneut ein faszinierendes Panorama. Neben uns die Felsenburg
der Sella, knapp hinter uns die formschöne, dreigeteilte Langkofelgruppe und östlich die silber-
glitzernde dolomitenkönigin Marmolata (3345 m). Bergab nach Canazei und talauswärts zum
Ausgangspunkt Auer.

24) Karersee- Sellajoch - Gröden

Höhe Km
250 Auer 0
265 Bozen 20
Einfahrt ins Eggental 23
1180 Welschnofen 23
1560 Karersee 47
1752 Karerpass 50
1350 Vigo di Fassa 58
1450 Canazei 70
2240 Sellajoch 82
1235 St. Ulrich 100
450 Waidbruck 115
250 Auer 145

An Bozen vorüber fahren wir ins eisacktal. Alsbald zweigt rechts die Straße in das Eggental ab,
wo der kleien Ort Kardaun liegt. Die Straße beginnt stark anzusteigen, beiderseits ragen hohe,
düstere Felsen empor. Weiterfahrend treffen wir auf den Ort Birchabruck. Wir bleiben auf der
Hauptstraße (links), die uns nach Welschnofen führt. Durch den prächtigen Karerforst fahren wir weiter zum waldumfriedeten, schillernden Karersee am Fuße des Latemar (2846 m). Am nahen Karepaß erstreckt sich links der langgezogene Rosengarten (2985 m). Weiter vorne senkt sich die Straße in ds Nachbartal hinab. In sonniger Talflur liegt Vigo di Fassa. Eine Seilbahn führt zum rosengarten. Im Hintergrund der langkofel und die Sella. An kleinen Dörfern vorüber, wird talaufwärts Canazei erreicht. Im Hintergrund die mächtige Plattenflucht des Vernel (3205 m). In vielen Kehren und mit schönem Blick talauswärts, windet sich die Straße empor, im Näher-kommen baut sich die Sella mit ihren prallen Wänden immer wuchtiger auf. Oben am Pass bietet sich ein grandioses Panorama.
Vor uns liegt die dreigeteilte Langkofelgruppe, neben uns die himmelstrebende Sella, östlich die Marmolata (3345 m) mit ihrem silberschimmernden Gletscher. Passabwärts fahrend wird der erste Ort des Grödentals, Wolkenstein, erreicht. Es folgt St. Christina und bald darauf der Hauptort St. Ulrich. Zur Weiterfahrt ist die außerhalb des Ortes rechts den Berghang entlang führende Straße sehr zu empfehlen. Liebliche Mittelgebirgslanschaft, Einzelgehöfte. Blick auf
die gegenüberliegende Bergseite beeindrucken uns. Man erreicht Waidbruck im Eisacktal.

25) Mittlere Dolomitenfahrt mit vier Pässen

Höhe Km
250 Auer 0
1752 Karerpass 50
1450 Canazei 75
2240 Pordoipass 87
1610 Arabba 97
1875 Campolongopass 102
1560 Corsara 107
2137 Grödnerjoch 118
1235 St. Ulrich 135
250 Auer 192

Die hier beschriebene route führt über Bozen und den Karerpaß nach Vigo di Fassa. Man kann aber ebenso die Straße über Cavalese wählen. Kurz nördlich von Bozen zweigt bei Kardaun das Eggental, eine wichtige Zufahrt zu den Dolomiten, dab. Die Straße führt durch das anfangs enge Tal, erst später weitet es sich und gibt den Orten Birchabruck und Welschnofen Raum. Durch dunklen Forst windet sich die Straße hinauf zum berühmten karersee mit seinem zauberhaften Farbenspiel und den wildschönen Latemarzinnen. Im Anblick des Rosengartens überschreitet sie den karerpaß und senkt sich in das Nachbartal hinab. An Vigo di Fassa vorübe
wird Canazei erreicht. Hier beginnt die Bergstraße, die uns zum Pordojpass bringt. Oben erwartet uns ein großartiges Dolomitenpanorama: rechts das Silberhaupt der Dolomiten-
königin Marmolata (3345 m), links die Steilwände der Sella, gegen Ost die Berge von Ampezzo.
Sichtbar werden auch der berüchtigte Col di Lana (Sprengung am 17.04.1916) und auf den
Jochwiesen das Deutsche Kriegerdenkmal. Bald ist man in Arabba und mit der Überfahrt über den Campolongopaß gelangt man nach Corvara, das vom stolzen Felsturm des Sassongher
(2665 m) überragt wird. Wir kehren den Hotels den Rücken und biegen links ab. An Colfuschg
vorüber schraubt sich die Straße, immer angesichts der wilden Szenerie der Sella, zum Grödner
joch empor. Bald ist die Passabfahrt zurückgelegt und an Wolkenstein und St. Christina vor-
über, erwartet uns das weltweit bekannte St. Ulrich. Für die Weiterfahrt empfiehlt sich die Straße am rechten Berghang.

26) Über den Falzaregopaß zum Grödnerjoch


Höhe Km
250 Auer 0
1752 Karerpaß 50
1450 Canazei 75
2240 Pordojpaß 87
1602 Arabba 97
2105 Falzaregopaß 118
2192 Valparolapaß 212
1570 St. Kassian 140
1560 Corsara 151
2137 Grödner Joch 162
1235 St. Ulrich 184
250 Auer 241
Unsere Strecke führt von Auer über Bozen und den Pordojpass nach Arabba, siehe bei Route
Nr. 24. In Arabba geht die Talstraße weiter, die bald hoch oberhalb der Talshle bleibt. Links
oben am Col di Lana erspähen wir den Sprengkrater. Man durchfährt Livinallongo (deutsch
Buchenstein), bald hernach windet sich die Straße anfänglich durch lichten Lärchenwald bergan. Weiter oben baut sich vor uns eine riesige Felsbarriere auf, aber die Straße schwingt sich, dank vieler Kunstbauten, wmpor und erreicht den Falzaregopaß.
Links liegt der zerklüftete Lagazuoi mit Seilbahn, weiter vorn mit senkrechtem Absturz die Tofana (3243 m), das Gebiet ringsum war Schauplatz im 1. Weltkrieg. Im Hintergrund sieht man die stolzen Berge von Ampezzo. Die Dolomitenstraße führt bergab nach Cortina, unsere
Strecke führt links an wüstem Trümmerfeld vorbei zum einsamen Valparolapaß. Angesichts
der gewaltigen Felsbastion der Conturines-Gruppe wird das grüne, liebliche Tal mit dem hüb-
schen Ort St. Kassian erreicht. Bei der Einmündung unserer Straße in die von Bruneck kom-
mende, fahren wir taleinwärts und erreichen Corvara. Hoch über dem vielbesuchten Ort steigt
das wuchtige Massiv des Saß Songher himmelwärts. Wir zweigen auf die Grödnerjochstraße ab
die an Colfuschg vorbei, höhenwärts führt. Links begleiten uns die schauerlichen Wände,Türme
und Kare der Sella. Am Grödnerjoch oben erfreuen uns blumenreiche Bergwiesen. Auch die Fahrt in das Grödental hinab bietet so manche landschaftliche Abwechslung. An Wolkenstein und St. Christina vorüber, wird der bestbekannte Ort St. Ulrich erreicht. Wir finden Ateliers
für Schnitzwaren, Kongresshaus, Seilbahn zur Seiser Alm vor. Für die Weiterfahrt ist es rat-
sam, die den rechten Berghang entlang führende Straße zu benutzen.


27) Vom Alleghe-See über den Vallespaß nach Predazzo - Auer

Höhe Km
250 Auer 0
1752 Karerpaß 50
2240 Pordoipaß 87
1610 Arabba 97
1465 Livinallongo 102
1023 Caprile 117
975 Alleghe See 120
775 Cencenighe 130
1295 Falcade 145
2032 Vallespaß 155
1020 Predazzo 175
250 Auer 213
Die Strecke führt von Auer über Bozen, den Pordojpaß nach Arabbe (Siehe route Nr. 24). In
Arabba führt die Talstraße weiter, die an Livinallongo und Andraz vorüberführt. Bald hernach
wird die der Straßengabelung (Schilder) rechts abgezweigt und wir erreichen Caprile im Tal-
boden, wo es einst Eisenschmelzöfen gab. Südwärts fahrend erblicken wir die 3218 m hohe Civetta, ein berühmter Kletterberg, und bald breitet sich vor uns der grünschillernde Alleghe-See aus, links der Ort gleichen Namens. Der See entstand durch einen Bergsturz im JAHR 1771. In Alleghe verbindet sich die Lieblichkeit des Sees mit der Großartigkeit der Felsentürme zu einem Bild stärkster Kontraste. Die Straße senkt sich, im schmalen Tal liegen kleine Siedlungen
mit grünen Wiesenstreifen, darüber schwere Waldungen. In einer Talweitung erscheint Cen-
ceniche. Hier biegen wir rechts ab und fahren neben dem rauschenden Bach talauswärts.
Weiter oben erspähen wir breite, sonnige Wiesenfluren mit freundlichen Dörfern. Man erreicht
breit hingelagert das ausgedehnte Falcade Alto, und schwingt sich anfänglich durch dichte
Wälder, später durch helle Bergwiesen, zum Vallespaß empor. Neben dem Schutzhaus steht
ein Grenzstein aus dem Jahre 1781. Rückwärts ergibt sich ein Blick auf berühmte Berge wie
Civetta, Pelmo, Cristallo, Tofane usw. Passabwärts links erblicken wir die großartige Palagruppe. Silberheller Bergbach und Wald geleiten uns hinab zur Rollepaßstrasse. Diese hinaus, am langen Stausee, an der sonnigen Wiesenflur von Bellamonte vorüber, erreicht man Predazzo im Fleimstal. Talauswärts, an Cabalese vorbei und über den Sattel von San Lugano fahren wir nach Auer und beenden diese sehr abwechsungsreiche Fahrt.

28) Vom Fedaja-Stausee zum San Pellegrinopaß

Höhe Km
250 Auer 0
1100 San Lugano 16
1450 Canazei 64
2050 Fedaja-See 80
1445 Malga Ciapela 87
1020 Caprile 98
975 Alleghe See 101
775 Cencenighe 111
1295 Falcade 126
1910 Pellegrino 135
1185 Moena 147
250 Auer 195

Dies ist eine selten befahrene strecke, die aber reich an Glanzpunkten ist! Von auer fahren wir die dolomitenstraße empor, an Cavalese vorüber, talaufwärts bis Canazei. Nun geht‘s auf der Talstraße rechts weiter. nach den letzten Siedlungen steigt die Straße an, rechts zwingen uns die ungeheuren Felswände des Vernel (3205 m) in ihren Bann. ein Märchen in silber unter blauem Himmel. Im Kontrast dazu steht der 3 km lange Spiegel des Stausees - eine unverbesslich schöne Szenerie. die Weiterfahrt geht dem nördlichen Seeufer entlang und in ein Gebrigstal hinab zur Hotelsiedlung malga Ciapela (Seilbahn auf die marmolata). Durch ein labyrinth von Felsen senkt sich die Straße und erreicht den Talboden mit dem Ort Caprile. Dies ist ein unralter
Handelsplatz, auf dem einst Eisenschmelzöfen standen. Bald grüßt Alleghe:die grün-blau schil-
lernde Flut des Sees und die dahinter wuchtig aufragenden Zinnen und Wände der Civetta (3218 m) ergeben ein bild von größten Gegensätzen. Der See entstand durch einen Bergsturz 1771. Durch das schmale Gebirgstal hinab fahren wir nach Cencenighe und biegen hier rechts ab in das Tal des Biois. Auf welligen Grünflächen liegen mehrere Dörfer, nennenswert vor allem der große Ferienort Falcade. Im Hintergrund die majestätischen Cime di focobon. die Straße führt nun wieder bergan. Bei der Straßengabelung halten wir uns rechts und erreichen den San Pellegronipaß. einkehrhäuser, Wiesengelände, dolomitenfelsen und die Seilbahn zum Col Margherita prägen das Bild. Talauswärts gelangen wir nach Moena ins Fleimstal. An Predazzo, Cavalese fahren wir vorbei und über San Lugano gelangen wir nach Auer.

29) Rollepaß - San Martino - Fiera di Primiero - Agordo - Pordojpaß

Höhe Km
250 Auer 0
1020 Predazzo 38
1950 Rollepaß 58
1465 San Martino 68
720 F.d.Primiero 82
1300 Forcell. Aurine 102
613 Agordo 118
975 Alleghesee 138
1020 Caprile 141
2240 Pordojpaß 171
1450 Canazei 183
250 Auer 247
Wir fahren die dolomitenstraße von Auer aus empor, über den Sattel von San Lugano, an Cavalese vorüber bis Predazzo. Hier biegen wir rechts auf die Rollepassstrasse ein. Über die sonnige Wiesenflur von Bellamonte und am gleichnamigen Stausee vorbei, erreichen wir durch schattigen Wald fahrend den Rollepaß. Es ergibt sich ein großartiger Anblick der Palagruppe mit dem berühmten Cimone (3185 m), dem Matterhorn der dolomiten. Immer neben dem grandiosen Gebirgsstock passabwärts, wird San Martino di Castrozza erreicht. die Weiterfahrt geht talabwärts nach Fiera di Primiero in freundlicher Lage. Es ist der Geburtsort des Ing. Luigi Negrelli (1799 - 1858), dem Projektanten des suezkanals und Erbauer zahlreicher Straßen und Bahnen. Ein Denkmal erinnert daran. Sehenswert ist auch die gotische Pfarrkirche (1496). einst gab es hier bedeutende Bergwerke, das Gebiet unterstand von 1401 bis 1827 den Herren von Welsberg. Touren in die südliche Palagruppe ind von hier aus möglich. Von Fiera fahren wir links auf einer Bergstraße durch ein sehr abwechslungsreiches Geländeempor zum Aurine. In unaufhörlichem Wechsel von Wald, Bergweiden, einzelgehöften und kleinen Dörflein zieht die Straße nun bergab, nach Agordo im breiten Talboden mit Obst- und Weinbau. Der Ort mit städtischem Charakter hat mehrere Herrensitze und eine zweitürmige Pfarrkirche (16 Jahrh.). Am figurengeschmückten Alleghesee mit den Wänden der Civetta (3218 m) und an Caprile vorüber, gelangen wir nach Livinallongo und Arabbe. Über den Pordojpass geht die Fahrt hinab nach Canazei und durch das Fleimstal nach Auer. Dies ist eine überaus abwechslunsreiche Dolomitenfahrt mit vielen landschaftlichen Höhepunkten.


30) Die große Dolomitenfahrt. Cortina d‘Ampezzo und Misurinasee

Höhe Km
250 Auer 0
1100 San Lugano 16
1000 Cavalese 24
1350 Vigo di Fassa 52
1450 Canazei 64
2240 Pordojpaß 76
1610 Arabba 86
2117 Falzaregopaß 106
1225 Cortina 122
1808 Tre Croci Paß 130
1735 Misurina 138
1210 Toblach 160
835 Bruneck 186
560 Brixen 221
250 Auer 285

Es wurden in den vorherigen Routen mehrere Teilgebiete des Dolomitenlandes vorgestellt, wer
aber den schönsten Teil der Dolomiten auf einer einzigen Autofahrt kennen lernen will, muss die als Große Dolomitenfahrt bezeichnete Route fahren, die quer durch das Herzstück dieser
faszinierenden Bergwelt zur Dolomitenkönigin Cortina d‘Ampezzo mit Abstecher zum Misu-
rinasee und nahe an die Drei Zinnen führt. Dieser Fahrt wird jedem für die Naturschönheiten
Empfänglihcen die erhabene Größe dieser bizarren Felslandschaft aufzeigen undunvergessliche Eindrücke hinterlassen. Nicht umsonst sprechen Dichter vom Märchengestein der Bleichen Berge. Die Fahrt kann über den Karersee oder über San Lugano angetreten werden. Hier ist die letztere Route beschreiben.
In schwungvollen Kehren mit Tiefblick auf das fruchtbare Etschtal windet sich die Straße von Auer aus zum Sattel von San Lugano empor, wo wir in das Reich der Dolomiten eintreten. Auf sonniger Flur bretet sich Cavalese behaglich aus, rechts hingegen begleitet uns die Gipfelreihe der Lagorai-Berge talaufwärts nach Predazzo. Es grüßen Moena und Vigo und angesichts zartrosa leuchtender Felsen erreichen wir Canazei. Ausgangspunkt für Hochgebirgstouren und Wintersport. Die Fahrt zum Pordojpaß ist ein dauernder Wechsel der Szenerie: in immer neuen Aspekten zeicht sich die Felsenbastion der Sella mit ihren Wandfluchten. Oben am Pass rechts befinden sich die schwarzen Padonberge, links die bleichen Felsen der Sella und in der Ferne die Silhouetten der Ampezzanerberge. Rechts hinter Wiesengrün schimmert das Eisfeld der Mar-
molata. Ganz in der Nähe ist auch das deutsche Kriegerehrenmal.
Am braunen Berg in der Bildmitte, dem berüchtigten Col di Lana, klafft der Krater der Spreng-
ung vom 17.April 1916. Es ist dies der Schicksalsberg der Kaiserjäger. Die Straße aucht hinab in das Gebiet von Buchenstein. Weit südlich steigt die Civetta (3218 m) himmelwärts. Die nächste Bergfahrt bringt uns auf den Falzaregopaß. Wieder Szenenwechsel: neben uns der zerfurchte Lagazuoi, dahinter der Eckpfeiler der Tofana (3220 m), rechts die eigenwilligen Gestalten der Cinque Torri. Bei der Bergabfahrt ist es, als kämen uns die Dreitausender nicht nur entgegen, sondern sie geben sich auch immer hoheitsvoller, bis die große Überraschung folgt: im breiten, lichten Talkessel liegt die Dolomitenstadt Cortina d‘Ampezzo. Monte Cristallo, Sorapis und Antelau bilden im Sonnenglanz den goldenen Rahmen dieses Bildes. Der Ort ist Treffpunkt der großen Welt, eine Hotelstadt aus der der byzantinische Glockenturm in Granit standesbewusst
herausragt. Ein mit Villen besiedelter Wiesenhang entführt uns aus der lauten Stadt und druch hellen Lärchenwald hinauf zum Tre-Croci-Pass. Drei kreuze erinnern dass im Winter 1709 eine Mutter mit zwei Kindern hier erfroren ist. Rechts wie schwarze Dämonen, das wildschöne Gipfelgewirr der Marmarole. Wir ahnen, dass die Drei zinnen nahe sein müssen, und tatsächlich erscheinen sie vorerst nur für einen Augenblick, bald darauf aber präsentieren sie sich hinter dem wellengekräuselten Misurinasee in ihrer ehrfurchtgebietenden Größe und Schönheit. Sind sie wolkenlos, so erglänzen sie von silbergrau bis zartrosa, nichts verlieren sie aber von ihrer königlichen Hoheit, wenn weiße Wolkenfahnen um ihre Häupter schweben. Im Rücken hingegen schließt der Sorapis (3206 m) mit seinem Gletscher das Bild ab. Am hartumkämpften Monte Piano (1915-18) vorbei, senkt sich die Straße und erreicht bei Schluderbach die von Cortina her kommende, in die wir hier einbiegen. Bald blinkt uns der milchigblaue Spüiegel des Dürrensees entgegen und etwas danach ist wieder ein kurzer Aufenthalt geboten: Hoch über einer engen Talspalte erscheinen nochmals die Drei Zinnen - diesmal senkrechte, kantige Türme fern, als unnahbare Fürsten im Abendsonnenglanz. Das düstere Hölensteinertal geleitet uns am Heldenfriedhof Naßwand vorbei, zum tiefblauen Toblachersee und entlässt uns ins grüne Pustertal. In uns aber bleibt die Erinnerung an das Land der Bleichen Berge.

31) Fahrt ins Nonstal (das Tal des Noce)

Auer 0
San Michele 25
Mezzolombardo 30
Cles 53
Mostizollbrücke 60
Fondo 80
Mendelpaß 97
Kaltern 112
Auer 124


Westlich des Etschtales, durch den Gebirgszug der Mendel und des Roen davon getrennt, liegt ein ausgedehntes hochland, Nonsberg genannt (ital. Val di Non), das vom Etschtal bei Mezzo-
lombardo abzweigt und am Gampenpaß (1515m) den nördlichsten Punkt erreicht. Nur die
höchstgelegenen Orte weisen deutsche Bevölkerung auf, ansonsten ist alles italienisch besiedelt.
Man erreicht das Nonstal von Lana über den Gampenpaß, von Kaltern über den Mendelpaß
oder im Süden von Mezzolombardo aus.
Man erblickt Dörfer über das weite Gelände hin verstreut;ausgedehnte, oft steile Obst- und
Weingärten, tiefe enge Schluchten, aber auch schwere Wälder, über denen einsame Gipfel auf-
ragen, ürägen das Bild dieser landschaft. Zudem grüßen von Westen her die leuchtenden Firn-
felder der Brentagruppe. Eingebettet in diese anmutige Hochebene liegt der langgestreckte
Justina-Stausee. Wir fahren von Auer südwärts, überqueren bei San Michele das Etschtal nach Westen, und sind kurz hinter Mezzolombado an der engen Felsspalte, hinter welcher sich das Nonstal öffet. Wir bleiben auf der Straße, welche rechts den Felsen entlang höher führt. Bei Dermulo links abbiegend gelangen wir zur hohen Justinabrücke. Wir staunen über die 150 m hohe Staumauer, die in dem 7 km langen See 180 Millionen Kubikmeter Wasser zurückhält. Es folgt Cles, der Hauptort des Gebietes. Weiter oben ein weiterer markanter Punkt; die 95m hohe
Mostizollbrücke: Wir fahren darüber und rechts abbiegend führt uns die Straße in vielfachem Auf-und Ab nach Fondo, einem Ort auf offener Flur. Über Malosco erreichen wir die Straße, die uns durch schattige Wälder zum mendelpaß bringt. Von hier aus haben wir einen schönen Blick
auf die Dolomiten und das vorgelagerte Mittelgebirge mit seinen Dörfern. In vielen Windungen
führt uns die Straße hinab nach kaltern. In wenigen Autominuten sind wir wieder in Auer.

32) Madonna di Campiglio und Brentadolomiten

Höhe Km
250 Auer 0
250 Mezzolombardo 30
660 Cles 53
740 Male` 68
765 Dimaro 73
1520 Madonna di Campiglio 91
765 Pinzolo 106
565 Tione 123
260 Toblinosee 152
190 Trient 168
250 Auer 208

Wie bei Route Nr. 31 fahren wir von Auer über Mezzolombrdo in das Nonstal bis zur Mostizoll
brücke. Jetzt biegen wir links durch das Val di Sole, ein südwestlich verluafendes Bergtal auf-
wärts. Obst- und Weingärten bleiben zurück, die Straße durchzieht kleine Dörfer, weiter oben
liegt der stattliche Ort Male`. Die Hauptstraße führt über den Tonalepaß, wir biegen bei Dimaro
links ab, druchqueren den ort, worauf die Straße alsbald zuerst durch hellgrünen Lärchenwald
höher oben durch dunklen Tann sich emporschwingt. Auf einer Lichtung rechts stehen mehrer
Hotels, links jedoch sehen wir das Vorgebirge der aus Dolomitgestein bestehenden Brenta.
Bald kommt Madonna di Campiglio in Sicht, der international bekannte Wintersportort mit
Hotels, Seilbahnen und allen sonstigen Einrichtungen. Kurz unterhalb des Ortes links bietet sich
uns ein überwältigender Anblick: aus wildzerfurchten karen steigen die bizarren Türme und
Spitzen der Brenta in das Blau des Himmels. Die Straße zieht den Berghang bis in das Tal hinun-
ter, wo auf lachender Flur Pinzolo grüßt. Auch talauswärts begleiten uns schmucke Orte. An Ponte Arche vorbei, folgt eine sehr romantische Strecke mit tiefer Schlucht, bis die stets abfallende Straße tief unten den ort Sarche erreicht. Kurz danach der grünschillernde Toblino-
see mit dem alten Schloss hinter hohen Zypressen - ein Stück Romantik! Weinkenner machen
hier halt, man betritt den zinnumsäumten Burhof, in dessen Hintergrund in einem typischen
Lokal der edle Vino Santo, ein köstlicher Dessertwein, ausgeschenkt wird. Über Trient kehren
wir zurück nach Auer.

33) Vom Molvenosee zum Gardasee

Höhe Km
250 Auer 0
240 San Michele 25
240 Mezzolombardo 30
1040 Andalo 49
864 Molveno See 55
760 San Lorenzo 66
398 Ponte Arche 74
750 Passo Ballino 84
65 Riva (Garda) 100
250 Auer 185


Wie bei Route 32 fahren wir südwärts nach Mezzolombardo und zum Eingang in das Nonstal.
Bei der Straßengabelung ganz links wählen wir die Bergstraße (Molveno) empor. Im Höher-
kommen haben wir eine weite Übersicht über die breiten Gefilde des Nonstales-ringsum eine
anmutige Idylle: letzte Obst-u. Weingärten, Ackerland, historisches Kirchlein, bäuerliches
Kulturland! An Spormaggiore vorüber, stehen wieter oben die geborstenen Mauern von Belfort (erbaut 1311) und träumen von der alten Ritterzeit. Über den schweren Waldfluchten leuchten die Kalkgipfel des Brentamassivs. Kurz nach Andalo senkt sich die Straße hinab nach Molveno, Fremdenort am langgestreckten, blauen See. Die Straße zieht dem Ufer entlang wei-
ter, doch alsbald schlängelt sie sich unter überhängende Felsen hoch über dem Abgrund weiter
Wohltuend dann der freie Blick über die welligen, samtgrünen Fluren von San Lorenzo mit Dörfern und Einzelgehöften. In Ponte Arche, unten im Tal, zweicht die Straße südwärts nach Riva ab. Etwas ansteigend führt sie durch bescheidene, bäuerliche Dörfer, engebettet zwischen
fast unübersehbaren Maisäckern zur Anhöhe des Passo Ballino. Der alpine Charckter weicht zusehends südlicher Landschaft. Am Lago di Tenno vorbei, beherrschen bald Ölbäume und Weingärten den Steilhang. Von ferne blinkt schon der Spiegel des Gardasees und es sind nur mehr wenige Minuten bis Riva, die nördlichste Stadt am Westufer, erreicht ist. Eine überaus abwechslungsreiche Fahrt ist hinter uns. Rückfahrt.

34) Die Gardasee-Rundfahrt- ein unvergessliches Erlebnis

Auer 0 Salo`Gardone 189
Rovereto 65 Maderno 193
Torbole 81 Limone 219
Malcesine 96 Riva 229
Garda 124 Torbole 234
Peschiera 141 Rovereto 250
Sirmione 157 Auer 315
Desenzano 167

Anmerkung: für diese Fahrt ist die Autobahn bis Rovereto Süd zu empfehlen.
Rasch geht die Fahrt durch das Etschtal mit den weiten Obst- u. Weinpflanzungen südwärts.
Ab und zu begleitet uns die Etsch. Links erscheint die Stadt Trient (Trento). (Näheres unter Route Nr. 37). Es folgt Rovereto, bekannt ist die große „Friedensglocke“. Von der Ausfahrt Rovereto Süd wenden wir uns westlich, an Mori vorüber zur Anhöhe „Passo San Giovanni“, 287 m hoch. Mit schönen Fernblicken auf den Gardasee senkt sich die Straße nach Torbole ab. Eine Inschrift erinnert an Goethes Aufenthalt hier, im September 1796. Angaben über den See:
Länge 59 km, Breite nördlich 4 Km, südlich 20 km, mittlere Tiefe 135 m, Meereshöhe nur 65 m, Fläche 370 Km2.
Genussreich ist die Fahrt längs des Ostufers in Seenähe. Überall erblicken wir üppige südliche
Vegetation. Malcesine ist ein lebhaftes Städtchen mit altem ortskern und der auf Felsblock thronenden Skaligerburg. Weiter sürdwärts das Städtchen Garda im Halbrund der Seebucht. An Bardolin (Wein) vorüber, wird die einstige Festungsstadt Peschiera am Südrand des Sees erreicht. Westlich weiterfahrend ist ein Abstecher zum reizenden, mittelalterlichen Sirmione mit der wehrhaften Skaligerburg zu empfehlen. Über das geschäftige Desenzano und etwas vom See entfernt, erreicht man das berühmte Salo`und Gardone (die Perlen des Gardasees). Gleich bezaubernd ist die Fahrt am westlichen Ufer nordwärts. Maderno sonnt sich behaglich in einer Seebucht. Durch zahlreiche Tunnels geht‘s weiter nach Limone, einem der lieblichsten kleinen
Orte am See. Mauerwerk und hohe Pfeiler erinnern an die einstigen Zitronenkulturen. Kurz ist es nur mehr bis Riva, der sehenswerten Stadt an der nordwestlichen Ecke des blauen Gardasees

35) Die östliche Gardesana mit Kriegerfriedhof Costermano

Auer 0
Rovereto 65
Torbole 81
Malcesine 96
Garda 124
Kriegerfriedhof Costermano 128
Autobahn Affi 136
Auer 242

Es empfiehlt sich, die Autobahn bis Roverto Süd zu benutzen. Nun fahren wir westlich über die
Etschbrücke und an Mori vorbei, etwas ansteigend zur Anhöhe „San Giovanni“ (287 m) hinauf. Die Straße senkt sich und bald genießt man den ersten prachtvollen Blick auf den blauschillern-
den Gardasee. Ringsum beeindruckt bereits die südliche Vegetation: auf grünen Wiesen die Olivenhaine, aus Felsritzen heraus kerzenschlanke Zypressen. In Torbole ist lebhaftes Treiben.
Im alten Ortsteil erinnert die Inschrift an den Aufenthalt Goethes im September 1786. Die Stras-
se verläuft nahe des Ufers, auf dem See schaukeln Surfer und Segelschiffe gleiten still, vom Wind bewegt, dahin. Der im nördlichen Teil schmale See wird zusehends breiter und die südliche Flora üppiger. Es kommt Malcesine in Sicht. Es empfiehlt sich ein Rundgang durch den alten Ortsteil mit den krummen Gässchen und ein Besuch der stolzen Skaligerburg oder ein Spaziergang entlang der Seepromenade. Stets in Seenähe zieht die Straße südwärts, die See-
fläche hat bald ihre größte Ausdehnung erreciht. m Halbkreis an die Seebucht angeschmiegt sonnt sich das Städtchen Garda. Gepflegte Parks und die herrliche, lange Strandpromenade machen es zu einem der schönsten Punkte am Gardasee. Die Römer nannten den See Benacus, mit dem Abklingen der lateinischen Sprache im 10. Jh. ging der Name des Städtchens Garda auf den See über. In der Ortsmitte zweigt östlich die Straße zum Kriegerfriedhof Costermano ab.
Die sorgfältigt gepflegte Anlage breitet sich über ein Hügelgelände aus. Sie wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgäberfürsorge in den Jahren 1958 bis 1967 errichtet und es sind 21.920 Wehrmachtssoldaten, die im Zweiten Weltkrieg in Oberitalien fielen, beigesetzt. von hier östlich fahren wir weiter zur Autobahneinfahrt Affi. Nach Auer sind‘s noch 106 km.

36) Fahrt an der Westseite des Gardasees

Auer 0
Rovereto 65
Affi 106
Peschiera 126
Abstecher nach Sirmione 143
Salo`- Fardone 175
Maderno 179
Limone 205
Riva 215
Arco 219
Sarche 236
Toblinosee 239
Trient 254
Auer 294

(Auch diesmal ist es ratsam, die Autobahn bis Affi zu benützen). Rasch geht die Fahrt durch das Etschtal südwärts. Bei der Autobahn-Ausfahrt Affi zweigt man ab und über eine Schellstraße geht es rasch nach Peschiera. Festungsmauern und das mächtige Stadttor erinnern an die Zeit, da Peschiera österreichischer Stützpunkt war. Man beobachtet lebhaftes Treiben am Hafen und
an der Seepromenade. Die Fahrt wird in estlicher Richtung (Desenzano) fortgesetzt, wobei ein
Abstecher zum reizenden, mittelalterlichen Städtchen sirmione nicht unterlassen werden sollte.
Es liegt nur 4 km nördliche auf der in den See hineinragenden schmalen Halbinsel. Wir fahren zurück auf die Hauptstraße und westlich weiter. Es folgt das geschäftige Desenzano mit Schiffshafen, schönem Strand und Parks. Wir kommen durch Hügelgelände, die Straße bleibt
etwas hoch und so lassen wir Salo`in der Seebucht unter uns. Es folgen Gardone und Toscolano - die Perle des Gardasees mit Luxushotels und Parks. Wir befinden uns ab Salo`am Westufer
des Sees, wieder in breiter Bucht kommt maderno in Sicht. Weiter oben folgt Limone, ein anmutiges Kleinod am See. Zitronengärten geben ihm ein eigenartiges Gepräge. Ab Limone folgen noch die letzten der vielen Tunnels an der Westseite. Schon grüßt Riva mit seinem alten Stadtzentrum, der ehemaligen österreichischen Festung, seinen Gärten und Parks. Nortwärts geht es witer nach Arco, einem bekannten Kurort, überragt vom Burghügel mit den Ölbäumen
und Zypressen und dem zinnengekrönten Turm. Durch das Sarcatal aufwärts bis Sarche und zum verträumten Toblinosee mit Burg, Zinnenmauer und dunklem Park. In der Weinschenke sollte man hier ein Glas Vino Santo verkosten - ein Genuß für Weinkenner. Durch eine gefällige Landschaft geht die Fahrt weiter, wenig später wird Trient erreicht.


37) Kurzbesuch von Trient (Trento)

Trient liegt 40 km südlich von Auer im breiten Etschtal und ist Provinzhauptstadt. Von den wichtigsten Straßen führt eine westlich zum Gardasee, die andere östlich durch Valsugana (Suganertal) nach Bassano, Padova und Venedig.
Die von den Römern als Tridentum gegründete Stadt war um 15 v. Schr. Ausgangspunkt für den ersten Kriegszug über die Alpen nordwärts. Als erster Glaubensbote wirkte St. Vigilius, er erlitt um 405 den martertod und ist Patron der Diözese Trient. Die Altstadt weist zahlreiche palastähnliche Bauten aus der Renaiisance- und Barockzeit auf, von denen besonders jene in der Via Belenzani (Nähe Dom) hervorzuheben sind. Das historische Zentrum der Stadt bilden der Domplatz und die angrenzenden Bauten. Der dem Hl. Vigilius geweihte dom mit seiner Mi-
schung von romanischen und gotischen Stilelementen stammt aus dem 12. und 14. Jahrh. Hoch-
interessant sind die sich unter der Kirche befindlichen Ausgrabungen mit Fragmenten, die bis in die romanische Zeit reichen. An den Dom angrenzend sehen wir den zinnengeschmückten Palazzo del Capitano (Museum). Die Mitte des Platzes schmückt der schöne Neptunbrunnen (1768). Teile der Stadtmauer, die beiden Türme Torre Vanga und Torre Verde erinnern an die Vergangenheit der Stadt. Noch im Stadtbereich ist das ausgedehnte, wuchtige Castel del Buon consiglio, jetzt Museum, für vaterländische Geschichte. In den Jahren 1545 bis 1563 fand in Trient ein Konzil der katholischen Kirche statt. In der Kirche S. Maria Maggiore erinnert ein Gemälde an die Konzilssitzungen.
Am Rande des Hügels westlich der Stadt ist das weithin sichtbare, in antikem Stile errichtete
Denkmal an den vom österreichischen Kriegsgericht zum Tode verurteilten Trientner Bürger
Cesare Battisti.


38) Ein halber Tag in Verona - der Stadt der Arena

Aurer Autobahn 0
Ausfahrt Verona Nord 125
Verona Zentrum 140
Peschiera 164
Torbole 234
Rovereto 250
Auer 315

Von Auer über die Autobahn erreichen wir die Ausfahrt von Verona Nord. Bis zur Stadtmitte
legen wir weitere 15 km zurück. Parkplätze finden sich entlang der Stadtmauer. Geschichtliche Notiz: Nach dem Zusammenbruch des Römerreiches wird Verona Residenz des Ostgoten-
königs Theoderich (13. - 16 Jhd.). Ihre Blütezeit erlebt die Stadt unter der Herrschaft der Skali-
ger. 1404 wird die Stadt an die Republik Venedig angeschlossen, 1797 nimmt sie Napoleon ein,
1814 wird sie Österreich zugeteilt und kommt 1866 endgültig zu Italien.
Das erste Interesse in Verona gilt der im 1.- 2. Jhd. von den Römern erbauten Arena, die gegen
Eintritt besucht werden kann. Berühmt sind die dortigen sommerlichen Opernaufführungen. Der große Platz davor ist die Piazza Bra. Wir gehen durch die nahe Via Mazzini, die Hauptge-
schäftsstraße und biegen rechts in die Via Capello ein zum kleinen Palast von Romeo und Julia.
Ganz in der Nähe liegt die sehr belebte Piazza Erbe (Marktplatz), rechts der Palazzo del Comun
mit dem 83 m hohen Lamberti-Turm (1172). Anschließend sehen wir eine Hausfassade mit Fresken aus der griechischen Mythologie. Auf einer Marmorsäule steht der geflügelte Löwe (Venedig). Von der Piazza Erbe aus gelangen wir durch eine Torbogen zum historischen Zentrum, der Piazza dei Signori mit Dantedenkmal. Ringsum stehen Paläste aus derSkaligerzeit
auch die Loggia del Consiglio mit der bekannten Fassade auf Säulen und die pompösen Grab-
denkmäler der Skaliger. Über die Via anastasia erreichen wir die 1290 erbaute, gotische Kirche.
Links von der Kirche, durch die Via Duomo erreichen wir die romanisch-gotische Domkirche,
unweit davon die älteste, in die Römerzeit reichende Brücke „Ponte Pietra“. Am gegenüber-
liegenden Hang sieht man Reste des römischen Theaters. Im Stadtzentrum sind noch das „Castel Vecchio“ und die uralte Basilika S. Zeno (Patron Veronas) sehr sehenswert. Für einen Kurzbesuche in Verona werden ca. 3-4 Stunden benötigt. Für die Rückfahrt ist es empfehlens-
wert, von Peschiera aus die östliche Gardesana zu benutzen.


39) Die Lagunenstadt Venedig

Zunächst benutzen wir die Brenner-Autobahn (A22) durch das Etschtal bis Kilometer 227, an-
schließend ostwärts die von Mailand kommende A4. Nach der Ausfahrt/Mautstelle Venedig fahren wir auf der Normalstraße an mestre vorbei über die 4 km lange Brücke bis zur Ampel vor der Stadt und rechts zu den Parkplätzen auf der Insel Tronchetto. Hier fahren die Linien-
schiffe durch den 4 km langen, von Palästen gesäumten Canal Grande mit Endstation Markus-
platz. Hier ergibt sich der schönste Anblick der Stadt. Zwei Säulen zeigen den Hl. Theodor und den Markuslöwen, das Wappen Venedigs. Rechts steht der im byzantinisch-gotischen Stil erbaute Dogenpalast, der zur Zeit der Republik Regierungssitz war und jetzt ein Museum be-
herbergt. Hinter dem Dogenpalast ist eine kleine, in die Kerker führende Seufzerbrücke zu be-
sichtigen. Das Hauptaugenmerk aber gilt der berühmten Markuskirche. Mit ihrem reichhaltige
Äußeren, den Kuppeln, dem Haupt- und vier Seitenportalen zieht sie jeden Besucher in ihren Bann. Die vier Bronzepferde an der Fassade - eine griechische Arbeit aus dem 2. vorchristlichen
Jahrhundert - sind eine Kriegsbeute aus Konstantinopel (1204). Beeindruckt schon die Vorhalle
mit ihren Mosaiken auf Goldgrund, so ist das mosaikgeschmückte Innere mit den Kuppeln und dem wertvollen Hochaltar von hoheitsvoller Schönheit (12.- 14. Jhd.). Eine Auffahrt auf den etwas abseits liegenden, 100 m hohen Campanile lohnt sich wegen des schönen Panoramas. Gegenüber erspäht man den Uhrturm mit der Glocke und den beiden „Mohren“. Der von Palästen umsäumte Markusplatz zählt zu den schönsten Plätzen der Welt. Die Altstadt ist ein Gewirr von teils engen Gassen, Kanälen und Brücken. Sehr lohnend ist ein Gang zum Ponte Rialto, der bedeutendsten und belebtesten Brücke der Stadt.Reizend ist derBlick von der Brücke
auf das Gewimmel auf dem Canal Grande. von den bekannten kirchen sei noch die Chiesa dei Frari genannt, die Kirche mit Tizians berühmter „Himmelfahrt Mariens“ und seinem prunk-
vllen Grabmal. Um einiges ruhiger ist ein Spaziergang entlang des sonnigen Ufers, ausgehend vom Dogenpalast, östlich gegen den Stadtpark. Auf weichen Wellen schaukelnde Gondeln, buntes Gemenge von Schiffen, Matrosen und Gondolieri - all das gibt ein typisches Bild dieser seltsamen, beeindruckenden Stadt an der Adria.

 

Landesbergbaumuseum Schneeberg/Ridnaun


Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeit unseres Landes. Der Bergbau war einmal der wichtigste Wirtschaftszweig unseres Landes und führte es zu einer Region von europäischem Rang. Es ist ein lebendiges Denkmal dieser jahrhundertealten Tradition, und der Besuch versetzt Sie in eine andere Welt. Sie lernen, den Glanz und Reichtum der Bergwerksunternehmer, aber auch die unvorstellbar har ten und gefahrvollen Lebens- und Arbeitsbedingungen derSchneeberger Knappen hautnah, kennen.

Dauer der Führung ca. 1,5 Stunden, 
Geöffnet bis zum 15. November .
Wichtige Hinweise: Die Befahrung der Stollen ist ein Abenteuer. Sie sind original belassen und nicht beleuchtet. Über einen längeren Abschnitt watet man durch das Wasser. auch Höhenunterschiede sind zu überwinden. Da es einige Engstellen gibt, ist Leuten, die an Klaustrophobie (Platzangst) leiden, von der Teilnahme abzuraten. 

Für die Teilnahme an den Touren ist die Voranmeldung erforderlich, und zwar unter folgender Anschrift: Landesbergbaumuseum Schneeberg/Ridnaun, 39040 Ridnaun Maiern 32. unter Telefon 0472/656364 oder Fax. 0472/656404

Museum Andreas Hofer
Passeirerstraße 72
39015 St. Leonhard in Passeier-Italien
T 0473 659 086 F 0473 657 72
www.museum.passeier.it
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Am Sandhof in St. Leonhard in Passeier, der engsten Heimat des Freiheitskämpfers Andreas Hofer (1767–1810), entsteht das MuseumPasseier.
Andreas Hofer und der Tiroler Aufstand von 1809 bilden anhand eines animierten Dokumentarfilmes und vieler originaler Ausstellungsstücke den Schwerpunkt im ehemaligen Stall des Wirtschaftsgebäudes.
Im darüberliegenden Stadel ist eine umfangreiche Sammlung zur Volkskunde des Passeiertales untergebracht (Tracht, Möbel, Kunst, Volkskunst, Volksfrömmigkeit, Volksmedizin, Bräuche, bäuerliches Leben, Transport, Handwerk, Persönlichkeiten).
Ein Hörraum bietet individuellen Zugang zu Musik, Sagen, Volkserzählungen und zur Literatur des Tales.
Der Freilicht-Bereich mit zahlreichen übertragenen Gebäuden vom 16. bis 19. Jahrhundert, einem ausgestatteten typischen Passeirer Haufenhof, sowie die Herz-Jesu-Kapelle (1899) und das Heilig-Grab-Kirchlein (1691) runden das Museumserlebnis ab.
Der Franzosenfriedhof, die Jaufenburg und das Alm-Museum in Pfistrad werden als Außenstellen des MuseumPasseier mitbetreut.
Das MuseumPasseier ist bis 5. November täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Letzter Einlass: 17.30 Uhr Montag ist Ruhetag
Führungen :Täglich um 16 Uhr findet eine eineinhalbstündige Führung statt, zu welcher es keine Voranmeldung braucht. Alle anderen Führungen werden nur auf Voranmeldung (mindestens einen Tag vorher) angeboten. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn Personen

 

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